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Osteopathie

Ohne die Geschichte der Osteopathie mit einzubeziehen, ist die Osteopathie nicht zu erfassen.

Die Osteopathie ist 150 Jahre alt. Sie geht zurück auf Andrew Taylor Still, Sohn eines methodistischen Missionars und Arztes im Westen Nordamerikas. Still entwickelte aus den historischen Hintergründen seiner Zeit eine besondere Art der Medizin: nämlich mit den Händen die Ursache einer Erkrankung aufzuspüren und durch gezielte manuelle Behandlung die Selbstheilung des Körpers in Gang zu setzen. Wesentlich war für ihn ein gut funktionierendes Gefäßsystem für die Ernährung des Gewebes und den Abtransport der Stoffwechselprodukte.

Stills Methoden folgen seiner Philosophie:

Es ist die Natur, die heilt.
"…an osteopath is a lifelong student …of Nature." (Still 1902)

1874 gab Still seiner Methode den Namen Osteopathie. Seither hat sich diese ganzheitliche Behandlungsmethode über die ganze Welt verbreitet und ist inzwischen hochaktuell.

Foto von Andrew Taylor Still
Andrew Taylor Still (1828-1917)

Die osteopathische Behandlung

Die osteopathische Diagnose erfolgt nach der klassischen klinischen Untersuchung. Der Großteil des diagnostischen Vorgangs geschieht mit den Händen: Die Palpation beurteilt Vitalität und Funktion von Geweben - wie Gelenke, Muskeln, Faszien u.a. Körpergewebe.

Die Diagnose geht in der Regel in die Behandlung über: Direkte und indirekte Techniken, basierend auf fundierten Kenntnissen der menschlichen Anatomie, Physiologie und Medizin, setzen flexibel und verantwortungsvoll die osteopathische Denkweise um - die lebendigen, philosophischen, wissenschaftlichen und kreativen Grundzüge der Osteopathie:
Die Grundlage für das Leben ist die Fähigkeit zur Anpassung. Jedes Lebewesen verfügt über eine angeborene Intelligenz, sich selbst zu heilen (Still:" Der Organismus tendiert immer zur Normalität.").

Die osteopathische Behandlung führt einen Reiz auf der Körperebene und auf das Körpersystem aus, um diese Heilungsreaktionen beim Patienten auszulösen.

Eine gute Behandlung setzt voraus, die palpatorischen Fähigkeiten ständig weiter zu entwickeln.

Bis heute bergen die Schriften Stills tiefe Inspirationen für die Therapeuten.